Die vegane Lebensweise
entwickelte sich aus der vegetarischen Ernährungsform
heraus. Das Wort vegan (aus dem Englischen „vegetable“ für
Gemüse, pflanzlich) beschreibt eine Ernährungs- bzw.
Lifestyleform ganz ohne tierische Erzeugnisse. Veganer
verzichten auf Fleisch, Milch, Eier, Butter, Honig, sowie
ihre Derivate. Für viele Veganer geht die Einstellung
sprichwörtlich über den Tellerrand hinaus – sie bevorzugen
ein Leben ohne Wolle, Seide und Leder. Die Motivation kann
dabei ethisch, gesundheitlich oder ökologisch sein.
Veganer lehnen insbesondere die moderne Massentierhaltung
ab. Sie möchten mit ihrem Handeln und Konsumverhalten
Menschen zum nachhaltigen Denken anregen.
Viele Produkte, die Omnivore (Nicht-Veganer) verzehren
sind vegan: von Spaghetti mit Tomatensauce und Früchtebrot
von Oma bis hin zu den heiß geliebten Reibekuchen. Auch
Pasta, die meisten Bitterschokoladen und einige Kekssorten
sind vegan. Im Supermarkt sind vegane Produkte nicht immer
auf den ersten Blick als solche erkennbar. Bei deiner
Suche nach pflanzlichen Lebensmitteln unterstützen dich
die Vegan-Siegel. Der Wunsch zu 100% vegan zu leben, ist
mit den heutigen Kennzeichnungspflichten schwer
umzusetzen. Wenn du dich für die vegane Lebensweise
interessierst, gehe so weit wie es dir Freude bereitet.
Lasse dir Zeit und probiere nach und nach neue Rezepte
aus. Starte deine Entdeckungsreise, der Hunger kommt von
ganz alleine!
Weitere Informationen unter:
albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/warum-vegan
www.peta.de/warumvegan#.VRkxO-HQfv8
Rezepte auf:
www.jedes-essen-zaehlt.de/
veganpassion.blogspot.de
Vegane Lebensmittel verzehren wir schon immer: Apfel, Banane, Saft. Doch bei vielen Lebensmitteln ist auf den ersten Blick aber nicht erkennbar, ob sie vegan sind oder tierische Bestandteile enthalten. Vegan-Einsteiger kennen ihn: den Blick auf die Zutatenliste. Hersteller und Verbände haben nun Siegel eingeführt und erleichtern und so die Orientierung. Die zwei bekanntesten sind das V-Label und die Veganblume.
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Das V-Label: ist eine international geschützte
Marke und dadurch sehr bekannt. In Deutschland wird
sie vom Vegetarierbund vergeben. Sie schließt neben
tierischen Erzeugnissen im Endprodukt und während
der Verarbeitung auch Gentechnik aus. Die derzeit
registrierten 250 Lizenznehmer müssen regelmäßige
Kontrollen bestehen. Weitere Informationen unter: www.v-label.info |
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Die Veganblume wird von der Vegan Society England vergeben. Produkte, die dieses Siegel tragen, sind frei von tierischen Produkten und wurden auch nicht in Tierversuchen getestet. | |
Das V-Label, sowie die Veganblume
sind vertrauenswürdige Kennzeichnungen. Einige Hersteller
versehen ihre Produkte allerdings mit eigenen Siegeln.
Hier ist Vorsicht geboten. Es lohnt sich ein Blick auf die
Zutatenliste, denn der Begriff „vegan“ ist nicht
geschützt. Eine transparente, staatliche Kontrolle der
Siegel fehlt bisher. Verbraucher fordern daher eine
einheitliche Kennzeichnung mit überprüften Kriterien. Die
immer stärker vertretenen veganen Fertigprodukte bedürfen
etwas Vorsicht – denn nicht alles was rein pflanzlich ist,
ist auch gesund.
Wer vegan lebt, möchte auch seine
Kinder pflanzlich ernähren – oder ihnen zumindest die Wahl
lassen. Dabei steht oftmals die Frage im Vordergrund, ob
dies für den Nährstoffbedarf des Kindes empfehlenswert
ist. Durch gegensätzliche Aussagen der Presse und
Warnungen von Fleisch-Lobbyisten sind Konsumenten
verunsichert. Internationale Studien geben Entwarnung und
zeigen: mit veganer Kost ist gesunde Ernährung jetzt
greifbar.
Die vegane Lebensform ist grundsätzlich für jede
Lebenslage und Altersstufe geeignet. Dabei gilt wie bei
allen anderen Ernährungsformen auch: Iss mit Köpfchen.
Denn nur wer gut informiert ist, kann sich und seine
Familie gesund und ausgewogen ernähren.
Es hat sich gezeigt, dass Vegetarier und Veganer einen
aktiveren Lebensstil führen als omnivore Freunde. Sie
fördern ihre Vitalität mit Sport an der frischen Luft und
haben Spaß an Bewegung. Im internationalen Kontext
beweisen zahlreiche Studien und Wissenschaftler, dass eine
gesunde vegane Ernährung Herz- bis Darmkrankheiten
vorbeugt. Die American Dietetic Association, ein
Zusammenschluss von mehr als 70.000 Ernährungsberatern,
Forschern, Medizinern und Branchenvertretern, empfiehlt
die vegan-vegetarische Ernährung: „Die American Dietic
Association ist der Ansicht, dass gut geplante
vegetarische Ernährung, einschließlich komplett
vegetarischer oder veganer Ernährungsformen, gesund
sind, ernährungsphysiologisch bedarfsgerecht sind […].
Eine gut geplante vegetarische Ernährungsform ist für
Menschen aller Altersstufen geeignet, eingeschlossen
Schwangere, Stillende, Kleinkinder, Kinder,
Heranwachsende und Sportler.“
Weitere Informationen unter:
www.eatrightpro.org
www.provegan.info/studien
Je stärker ein Lebensmittel
verarbeitet ist, umso teurer ist der Einkaufspreis im
Laden. Das bedeutet, dass verarbeitete Lebensmittel bis
hin zu Convenience-Produkten erheblich teurer sind, als
Grundzutaten aus denen man seine Mahlzeit frisch
zubereitet. Wer ein fertiges Dosenchili kauft wird
feststellen, dass dieses erheblich teurer ist als Tomate,
Bohnen, Mais und Gewürze selbst zu kochen. Vergleicht man
vegane und omnivore Grundzutaten (z.B. Tofu mit Hähnchen)
bewegen sie sich im gleichen Preissegment. Vorausgesetzt
man betrachtet die gleiche Qualität. Für fleischhaltige
Produkte wie auch vegane Produkte gibt es Fertigprodukte.
Da die Nachfrage an veganen Fertigprodukten noch nicht so
hoch ist wie die der fleischhaltigen, liegt der Preis für
diese Produkten höher (z.B. Schnitzel, Würstchen, Pizza
usw.).
Der zweite Punkt richtet sich an die Qualität der
Lebensmittel. Unter dem Stichwort „Qualität“ fasse ich
Merkmale wie Bio, Fairtrade und Regionalität zusammen.
Aufgrund der weltweiten Vernetzung, Dumpinglöhnen im
Ausland und verschiedener Klimazonen ist es möglich Obst-
und Gemüsesorten, die auch in Deutschland oder Europa
wachsen würden, günstiger aus entfernten Regionen zu
beziehen. Beachtet man als Einkäufer im Supermarkt Siegel
wie Bio, Fairtrade oder Regionalität fällt schnell auf,
dass diese Produkte teurer sind. Aber: sie sind gesund,
sorgen für eine faire Gewinnverteilung und erhalten unsere
Böden.
Fazit: Vegan sein ist nicht teurer als tierische Produkte
zu essen. Auf die Qualität deiner Lebensmittel kommt es
an.
Beim Umstieg auf die vegane Lebensweise schaut man sich gerne einmal die Packungsrückseite von Lebensmitteln an. Dabei fällt auf, dass einige vermeintlich einfach Lebensmittel wie Kekse Chips und Wein weit mehr Inhaltsstoffe besitzen als zunächst angenommen. Tierischen Ursprungs sind/können sein:
Eine Liste ist einzusehen unter: www.peta.de/inhaltsstoffe
Aber auch Säfte und Wein, die auf
den ersten Blick vegan erscheinen können tierische
Bestandteile enthalten oder im Verlauf des
Herstellungsprozesses benötigt haben. Beispielsweise
werden Säfte und Weine gerne mit Gelatine geklärt und
einigen Spirituosen wir Eiklar zugesetzt.
Vegan sein ist nicht schwer -
nur etwas anders und damit auch so wahnsinnig aufregend.
Wie du von Kindesbeinen an den Umgang mit Fleisch, Eiern
und Käse gelernt hast, darfst du jetzt neu erkunden,
ausprobieren und abschmecken. Mit diesen Tipps klappt der
Vegan Einstieg auch für dich.
1. Deine Entscheidung. DER Veganer ist bestimmt
nicht in eine Schublade zu stecken. Finde deinen ganz
eigenen Weg. Ob du beschließt einmal die Woche bewusst ein
veganes Gericht zu dir zu nehmen oder gleich alles
Tierische aus dem Haushalt verbannst, bleibt ganz dir
überlassen.
2. Lass dir Zeit. Vegan muss keiner über Nacht
werden – und muss sowieso nicht. Wenn du dich bewusst mit
Essen beschäftigst und dir Gedanken machst, ist das schon
ein großer Schritt.
3. Probier’s mal! Hab Spaß an Düften und
Geschmäckern und probiere einfach aus. Jedem schmeckt
etwas anderes gut.
4. Erkunde deine Vorräte. Viele der Zutaten die du
ohnehin verwendest sind vermutlich vegan. Für solche die
es nicht sind gibt es im Supermarkt, oder spätestens im
Bioladen eine Alternative.
5. Die Packungsrückseite. Dreh sie mal um, die
Verpackung deiner Lebensmittel. Das Umdrehen von
Verpackungen ist nur anfangs notwendig. Nach wenigen
Einkäufen manövrierst du dich gekonnt durch den Laden und
kennst die Inhaltsstoffe auswendig.
6. In der Würze liegt die Kraft. Gerichte leben von
ihren Zutaten und der entsprechende Würze. Besorge dir
frische Kräuter, oder, sollte für die Pflege nicht
genügend Zeit bestehen, kaufe getrocknete Kräuter, Beeren
und Gewürze.
7. Sei selbstbewusst! Ob aus gesundheitlichen oder
ethischen Gründen, steh zu deiner Ernährungswahl.
Zumindest anfangs wirst du mit allerlei Fragen von
Freunden und Familie konfrontiert. Informier dich und steh
dazu.
8. Fit für unterwegs. Inzwischen ist vegan sein
auch unterwegs gut zu realisieren. In Imbiss-Shops
bekommst du Tofu-Burger und Restaurants und Supermärkte
verstehen das Wort vegan ganz gut. Wenn du längere Zeit
unterwegs bist, packe dir einfach ein paar vegane Snacks
ein.
9. Ausreißer sind menschlich. Auf dem Familienfest
gab es Butterbrezeln oder die angebliche Gemüsesuppe hat
nach Fleischbrühe geschmeckt? Mach dich deshalb nicht
verrückt! Vegan sein soll Spaß machen. Solange du dich
damit wohl fühlst ist alles gut.
10. Urteile nicht über andere. Einen Menschen macht
nicht alleine seine Ernährungswahl, es gibt viele andere
wichtige Züge. Außerdem ist keiner von uns perfekt, wenn
man sich das eingesteht, lässt es sich doch viel
beschwingter und vor allem geselliger leben.
Weitere schöne FAQs rund um die vegane Küche findest du auf Stina's Blog.
